Schotten wollen weiter britische Untertanen sein feedly


Was ich befürchtet habe ist eingetreten. Beim Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands von Grossbritannien hat das Ja-Lager eine empfindliche Niederlage eingesteckt. Eine Mehrheit von 55,4 Prozent der Schotten will britisch bleiben und hat sich für "Nein" entschieden. Damit wird Schottland weiter von London regiert und ausgebeutet werden. Das Ja-Lager stand einer übermächtigen Armee an Feinden der Unabhängigkeit gegenüber. Die britische Monarchie, die Bank von England, das gesamte politische Establishment des Westminster, die Ölkonzerne, die Medien, die Geheimdienste und sogar die Partner in der USA, EU und NATO, haben gedroht und gelockt. Die Behauptungen über ein Ende des Nordseeöls, Banken und Firmen die von Schottland nach England umsiedeln würden, der Zusammenbruch von Rentenfonds, die Nichtexistenz einer eigenen Währung und die Blockade eines Zugangs zur Europäischen Union, sind nur einige der Schauermärchen welche die Gegner der Unabhängigkeit aufgefahren haben. Die negative Kampagne zur Einschüchterung hat offensichtlich gewirkt.

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Die Befürworter der Unabhängigkeit sind am Boden

Leider fanden nicht genügend Schotten den Mut sich für das Risiko der Freiheit zu entscheiden, statt für die vermeintliche Sicherheit des Verbleibs in der Union. Diese einmalige Chance haben sie vertan und sie wollen weiter Untertanen des verbrecherischen, abartigen und blutrünstigen britischen Königshauses bleiben und der Finanzkriminellen der City of London. Ist mir völlig unverständlich. Das traurige ist, wenn sogar die von mir bisher als Rebellen und Freiheitsliebenden eingestuften Schotten sich für das Sklaventum entscheiden, dann ist meiner Meinung nach Hopfen und Malz für den Rest von Europa verloren. Ich hab mich wohl vom Film "Braveheart" mit Mel Gibson als William Wallace zu sehr beeinflussen lassen. Ist halt nur ein Film und nicht die Realität. Statt als Vorbild und Motivator für andere Unabhängigkeits- bestrebungen zu sein, ist dieses Resultat eine erhebliche Niederlage.

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Die Katalanen hatten auf ein Vorbild gehofft

Was ist daran positiv wenn Schottland weiter zu Grossbritannien gehört? Nichts! Das Nein-Lager hat in ihrer Schmierkampagne alles auf das schnöde Geld reduziert und auf Egoismus. Die Mehrheit der Schotten hat diesen Köder geschluckt, lieber Abhängig und "sicher" zu bleiben, statt frei mit einer ungewissen Zukunft zu sein. Dabei steht Freiheit und Selbstbestimmung über alles andere. Das Recht eines Volkes sein eigenes Schicksal zu bestimmen – politisch, wirtschaftlich, kulturell und auch spirituell – hat meiner Meinung nach oberste Priorität. Das kann man mit Geld und Geschenken nicht aufwiegen und darf man sich nicht abkaufen lassen. Aber die Mehrheit der Schotten hat es getan. Es ist symptomatisch für die westliche Gesellschaft, die offensichtlich gerne von der kriminellen Elite bevormundet, versorgt und gelenkt werden will … leider.

Dabei ist die Elite von England und speziell London der korrupteste, abartigste und kriegerischste Dreckhaufen den es gibt. Die lachen sich jetzt ins Fäustchen über die Dummheit der Schotten, auf die leeren Versprechungen über eine Teilnahme am Gabentisch und an der Macht reingefallen zu sein. Sie werden wie bisher mit Almosen und Abfall von den arroganten Briten abgespeist. Es ist nicht zu fassen, der Gewinn des Nein-Lagers ist ein Akt der Selbstverstümmelung. London ist eines der Zentren allen Übels dieser Welt. Wer, der bei Sinnen ist, will sich diesem Monster anbinden und unterwerfen? Alex Salmon, Erster Minister Schottlands, treibende Kraft hinter dem Referendum sagte im Vorfeld: "Nein zu wählen ist die Wahl unter einem politischen System zu verbleiben, dass eines der höchsten Grade an Ungleichheit und Entzug von Rechten aufweist."

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Im Gesicht von Salmon sieht man die Enttäuschung

Man muss die Frage nur umkehren und was jetzt passiert ist zu verstehen. Welche unabhängige Nation würde freiwillig seine Souveränität für eine Einverleibung in eine Union aufgeben? Statt sich selber zu regieren, von einem anderen Land fremdbestimmen zu lassen? Die Früchte der eigenen Arbeit und der eigenen Ressourcen nicht selber ernten, sondern sich wegnehmen lassen? Nur ein völlig verzweifeltes, notleidendes Land ohne Zukunft, das am Boden liegt und ruiniert ist würde diesen drastischen Schritt vielleicht tun. Die meisten Völker die sogar so einer Katastrophe gegenüber stünden, würden eher ihre Unabhängigkeit bewahren, würden sogar dafür kämpfen, statt einer fremden Macht sich zu unterwerfen. Aber die Mehrheit der Schotten hat mit der Wahl für ein "Nein" es getan. Wie kann man freiwillig sich der Dominanz von London weiter unterordnen?

Die Mehrheit der Schotten haben sich für ein Untertanentum entschieden und wollen von einer fremden kriminellen Elite weiter regiert werden. Ich kann gar nicht in Worte fassen wie enttäuscht ich bin. Die britische Strafe folgt auf dem Fusse, dass die Schotten es überhaupt gewagt haben, ein Referendum über die Unabhängigkeit abzuhalten. Premierminister David Cameron hat verkündet, schottische Mitglieder des britischen Parlaments werden nicht mehr über englische Gesetze abstimmen dürfen. Nur englische Parlamentarier dürfen über englische Themen abstimmen. So viel zum Verspechen der drei Parteiführer, Cameron, Miliband und Clegg, bei einem "Nein" mehr Macht dem schottischen Parlament als Belohnung für den Verrat zu geben.

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