Siemens steigt gross ins Fracking ein feedly


Der deutsche Grosskonzern Siemens hat am Montag verkündet, die amerikanische Firma Dresser-Rand für 7,6 Milliarden Dollar kaufen zu wollen. Gleichzeitig gaben die Münchener bekannt, sich vom Geschäft mit Haushaltsgeräten zu verabschieden und diese Sparte an die Robert Bosch GmbH für 3 Milliarden Euro zu verkaufen. Diesen Kauf und Verkauf haben die Medien allgemein berichtet. Was sie kaum erzählen, es handelt sich um eine bedeutende strategische Umorientierung des Konzerns, eine erhebliche Erweiterung des Öl- und Gasgeschäft und damit steigt Siemens ganz gross ins amerikanische Fracking ein, in die Ausbeutung von Ressourcen mit fragwürdigen Methoden zum Schaden der Umwelt. Klar, wenn man die wahren Hintergründe des Geschäfts darlegt, dann ist das keine gute PR, schliesslich ist Fracking sehr umstritten, birgt es doch Umweltrisiken und mögliche Gesundheitsgefahren und deshalb haben einige Länder und Regionen Fracking auf ihrem Gebiet gesetzlich verboten.

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Die Übernahme von Dresser-Rand bedeutet, Siemens wird einer der grossen Teilnehmer an der boomenden nordamerikanischen Ölschieferindustrie werden. Entwickelt, baut und verkauft Dresser-Rand doch eine breite Palette an Produkte die in der Suche, Förderung und Raffinierung von Öl und Gas verwendet werden. Siemens-Chef Joe Kaeser sagte dazu am Montag: "Als Premiummarke im globalen Infrastrukturmarkt, ist Dresser-Rand eine perfekte Ergänzung zum Siemens-Portfolio. Die kombinierten Aktivitäten werden einen Weltklasseanbieter für den wachsenden Öl- und Gasmarkt sein."

Weg mit dem schnöden und langweiligen Küchengeräten, rein ins lukrative Fracking-Geschäft. Trägt doch die stark umweltverschmutzende Ölschieferindustrie laut einer Studie von McKinsey möglicherweise 690 Milliarden Dollar zum US-BIP bei und wird vielleicht bis 2020 1,7 Millionen Arbeitsplätze schaffen. Es spielt dabei keine Rolle, dass die Bevölkerung damit kein sauberes Trinkwasser mehr hat und beim Aufdrehen des Wasserhahn giftige Brühe rauskommt. Sollen sie doch Mineralwasser von den anderen Grosskonzernen wie Néstle kaufen. Profit ist in der heutigen Gesellschaft alles und es passt wunderbar zusammen.

Man schafft die Probleme, um die Lösung verkaufen zu können.

Ja diese unschönen Hintergründe erzählen einem die Medien nicht. Warum auch? Sind sie doch nur noch zu Pressesprecher und PR-Agenten der Grosskonzerne verkommen. Ich kann mir vorstellen, mit dem Grosseinstieg ins Fracking-Geschäft wird Siemens nicht nur in Nordamerika tätig sein, sondern auch in Europa, bzw. in Deutschland. Es erklärt auch warum kaum Widerstand gegen die Sanktionen gegen Russland in der deutschen Wirtschaft zu hören ist. Mir kommt sowieso vor, wie wenn die ganze Krise in der Ukraine vom Westen und speziell von Washington nur anzettelt wurde, um Fracking hoffähig zu machen, unter dem Vorwand der Energieunabhängigkeit von Russland.

Das Gas und Öl welches mit dieser umweltzerstörende Methode gefördert wird, muss ja irgendwohin. Die dummen Europär sollen es kaufen. Also stellt man Russland, Putin und damit Gazprom als etwas ganz böses dar. Dazu haben die Medien eine sehr effektive Schmierkampagne geliefert und es erklärt die Hysterie und das Russland-Bashing. Es kommt praktisch darauf hinaus, wer gegen Fracking ist, ist ein Putin-Versteher, ist für die Abhängigkeit von russischen Gas. Man stellt sogar die groteske Behauptung auf, Russland stecke hinter der europäischen Anti-Fracking-Bewegung.

Diese Anschuldigung erhob der Oberkriegshetzer und Oberlügner Anders Fogh Hassmussen, der Generalsekretär des westlichen Kriegsbündnisses NATO. Russland engagiere sich bei Umweltschutzorganisationen im Kampf gegen das Fracking, "um die europäische Abhängigkeit von russischem Importgas aufrechtzuerhalten", warnte er in einer Rede in London im Juni. Der Irre sprach von einer "ausgeklügelten Informations- und Desinformationsoperation" der Russen, nannte aber keine Einzelheiten.

Umweltschutzverbände reagierten mit Spott und Empörung auf die Äusserungen Hassmussens. "Die Idee, dass wir Putins Marionetten sein sollen, ist so grotesk, dass man sich fragt, was für Sachen die im NATO-Hauptquartier rauchen", sagte ein Sprecher von Greenpeace. Russlands Umweltminister Sergeij Donskoi wies Hassmussens Äusserungen auf seiner Facebook-Seite als lachhaft zurück. Der NATO-Generalsekretär solle seine Berater austauschen, um sich beim nächsten Mal nicht wieder zum Gespött von Experten zu machen.

Wie bei allen Konflikten und Kriegen, geht es um die Kontrolle der Energie, also darum, wer liefert Gas und Öl an die Weltmärkte. Nur Naivlinge glauben, es geht um Menschrechte, Demokratie und Kampf gegen den Terror. Die Terroristen werden als Bösewichte geschaffen, damit man einen Grund hat in den ölreichen Ländern militärisch intervenieren zu können. Wie ich schon mal sagte, würden die Hauptressourcen der arabischen Länder und des Iran nur aus Datteln und Pistazien bestehen, gebe es keine Kriege im Nahen- und Mittleren Osten, würde sich keine Sau um diese Länder kümmern.

Wenn wir gerade von Kriegen und Kriegsprofiteuren reden, 1998 verschmolz Dresser Industries mit Halliburton Industries, ja genau die Firma die ab 1995 bis 2000 von Dick Cheney als Chef geleitet wurde, der Chef der Council on Foreign Relations (CFR) von 1987 bis 1989 war, US-Verteidigungsminister von 1989 bis 1993, dann später US-Vizepräsidenten von 2001 bis 2009 und vehementer Befürworter der Kriege gegen den Irak, Initiator von 9/11 und damit den Krieg gegen den Terror, der NSA-Spionage und der Foltermethoden. Aber es geht weiter, zu Halliburton gehört Kellogg Brown-Root (KBR), die in allen Kriegen seit dem Bosnien-Krieg, über den Krieg gegen Afghanistan bis Irak von der US-Armee mit lukrativen Milliarden-Aufträgen versorgt wurde.

Prescott Bush (Grossvater Bush), der mit den Nazis kollaborierte und mit seiner Bank finanzierte, war ein Direktor von Dresser Industries und sein Sohn (Vater Bush), der ehemaiger Präsident George H. Bush, arbeite für Dresser Industries von 1948 to 1951, bevor er die Zapata Corporation gründete, eine Frontfirma für die CIA. Die Bay of Pigs Invasion von Kuba der CIA hatte den Namen "Zapata-Operation". George H. Bush wurde dann Chef der CIA, später Vizepräsident und Präsident. Sein Sohn George W. Bush wurde dann auch Präsident und führte den zweiten Krieg gegen den Irak. Öl und Krieg gehören immer schon zusammen und ist so profitabel!

Im Februar 2000 wurde der 51% Anteil von Halliburton an Dresser an Ingersoll Rand verkauft und daraus entstand dann Dresser-Rand. Im August 2004 kaufte die Investmentfirma First Reserve Corporation Dresser-Rand für 1,2 Milliarden Dollar. Kein Jahr später, im August 2005, hat First Reserve die Dresser-Rand Group an die Börse gebracht und die Aktien wurden für 21 Dollar pro Stück verkauft. Jetzt will Siemens sie für 83 Dollar pro Aktie kaufen. So viel zur Firmengeschichte von Dresser-Rand.

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Jetzt wo wir wissen, um was es bei dieser Milliarden-Akquisition durch Siemens wirklich geht, können die ganzen Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace die Anti-Fracking-Demonstrationen vor der Konzernzentrale von Siemens in München in Zukunft abhalten. Ist doch deren offizielle Linie: "Fracking steht für klimaschädlich, giftig, unnötig riskant und wird von den Wählern nicht gewollt." Und weiter: "Um Öl und Gas aus Gesteinsschichten zu lösen, wird unter enormem Druck ein Gemisch aus Wasser, Sand und zum Teil hochgiftigen Chemikalien in die Erde gepumpt."

"Es ist klar, dass Dinge, die in die Erde gepresst werden, den Weg zurück an die Oberfläche finden und somit zu den Menschen gelangen", sagt Frackingexperte Christoph von Lieven. "Die eingesetzten Chemikalien und auch alleine schon die aus dem Untergrund gelösten Stoffe, welche mit an die Oberfläche gefördert werden, können zu Leberschäden, chronischen Nervenschäden und Krebs führen." Anstatt den Ausbau der erneuerbarer Energien voranzutreiben, will man umweltschädliche Energiegewinnung durchführen. Hallo Siemens-Aktionäre, ist euch diese Tatsache mit dem Kauf von Dresser-Rand und damit grossen Einstieg ins Fracking-Geschäft bewusst?Copyright – Alles Schall und Rauch Blog

http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2014/09/siemens-steigt-gross-ins-fracking-ein.html


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