Deutschland – Aber uns geht’s ja … schlecht? feedly


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Deutschland – Aber uns geht’s ja … schlecht?
// CH – Alles Schall und Rauch

Die Dauerausrede für die völlige Tatenlosigkeit, Teilnahmslosigkeit und Mangel an normalen menschlichen Emotionen der Deutschen über die Scheisse die rund um sie passiert lautet: „Aber es geht uns ja gut„. Merkel und Co. können das deutsche Volk belügen, betrügen und verraten, es stört den deutschen Michel kein Bischen und Mutti bleibt am Ruder. Dabei stimmt die Behauptung überhaupt nicht, von wegen es geht „uns“ gut. Ich würde sagen, den Deutschen ist es vom Lebensstandard her seit 30 Jahren noch nie so schlecht gegangen wie heute. Nur weil man noch nicht auf der Strasse sitzt, heisst ja nicht es geht einen gut. Aber jetzt kommt der richtige Hammer. Plötzlich sieht die deutsche Wirtschaft verdammt schwach aus. Die Exporte sind im August um 5,8 Prozent eingebrochen, der grösste Rückgang seit 2009.

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Der gleiche trifft auf die Industrieproduktion zu, ein dramatischer Fall um 4 Prozent, der grösste Rückgang seit Januar 2009.

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Die Schönredner und Gutschwätzer haben sofort gesagt, ja dieser Rückgang ist nur vorübergehend. Denkste. Es sieht für die nächste Zukunft nicht gut aus, denn die Auftragseingänge sind ebenfalls dramatisch im August gefallen. Auch hier ein Rückgang um 5,7 Prozent und schlechtester Wert seit Anfang 2009.

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Sieht aus wie wenn Deutschland in eine Rezession hineinfällt. Warum und was ist passiert? Für Deutschland machen die Exporte fast 40 Prozent des BIP aus. Die grössten Abnehmer deutscher Produkte sind die benachbarten EU-Länder mit 57 Prozent des Exportvolumens. Frankreich mach dabei fast 10 Prozent aus. Aber was hören wir von dort? Frankreich ist der kranke Mann Europas geworden, der „Sozialist“ Hollande hat das Land an den Abgrund und in den Bankrott geführt. Die Finanznöte in Paris sind katastrophal.

Laut neuesten Angaben des französischen Aussenministeriuems leben 2,5 Millionen Franzosen im Ausland und in den letzten Jahren haben immer mehr „au revoir“ gesagt. Das ist aber nur die öffizielle Zahl, denn es handelt sich um die Personen die sich in den französischen Botschaften registriert haben. Tatsächlich haben mindestens 5 Millionen Franzosen ihre Heimat verlassen und sind Hauptsächlich in die Schweiz, Deutschland, England und Kanada ausgewandert. Warum? Weil Arbeitnehmer immer mehr verarmen und keinerlei Perspektive haben und der Staat Unternehmer mit Gesetzen und Steuern terrorisiert.

Ähnlich schlecht läuft es in allen anderen EU-Staaten, wo die Verarmung zu dramatischen Zuständen geführt hat. Schon vor Jahren habe ich gewarnt, die Abhängigkeit Deutschlands vom Export ist gefährlich. Wenn die Kunden im Ausland nichts mehr kaufen können, weil selber am Ertrinken, dann ist der Titel des Exportweltmeister auch weg. Die Volkswirtschaft der EU ist sehr krank, das sieht man am Kursverfall des Euros. Dazu noch der Irrsinn der Bundesregierung, wie ein folgsamer Schosshund die Sanktionen Washingtons gegenüber Russland zu verhängen, zum Schaden der deutschen Wirtschaft.

Jetzt wissen wir, Washington hat die EU und speziell Deutschland zu Sanktionen gegen Russland gezwungen. US-Vizepräsident Joe Biden sagte während einer Rede an der Kennedy School of Government an der Universität Harvard vor einigen Tagen, Obama habe darauf bestanden, dass die EU wirtschaftlichen Schaden in Kauf nehme, um die Russen zu strafen. Angela Merkel und ihre EU-Kollegen sind nur Marionetten, die auf Druck der USA ihren eigenen Völkern Schaden zugefügt haben.

Der Doppelhammer hat jetzt zugeschlagen, Exportrückgang mit dem EU-Raum und mit Russland. Der Internationale Währungsfonds warnt deshalb vor einer neuen Krise in der Eurozone. Noch im Frühjahr hoffte der IWF auf eine Erholung in den Krisenländern der Eurozone. Nun revidiert der Währungsfonds seine Erwartungen nach unten und warnt vor einer neuen Rezession. „Wir sagen zwar nicht, dass die Eurozone auf dem Weg in die Rezession ist„, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde, „aber wir sagen, dass es ein ernstes Risiko gibt, dass dies passiert, wenn nichts getan wird gegen das schwache Wachstum in der Eurozone.

Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier sind Landesverräter, denn beide haben nachweislich gegen die Interessen des eigenen Volkes gehandelt und haben sich dem Druck der Amerikaner gebeugt. Sie haben den Deutschen auferlegt, wirtschaftliche Nachteile einzustecken – nicht, weil es im Interesse der deutschen Aussenpolitik wäre, sondern, weil sie zu feige, zu schwach oder zu skrupellos waren, die Interessen ihres eigenen Volkes gegenüber jenen der USA zu vertreten. Das gleiche trifft auf den NSA-Spionageskandal zu.

Aber mit den Deutschen kann man ja machen was man will, die schlucken alles. Nur wie gesagt, jetzt gilt die Ausrede für diese Tatenlosigkeit nicht mehr, „es geht uns ja gut„. Wie schlecht die Lage ist drückt sich im Kurs des Euros aus. Er fällt und fällt. Noch im Mai hatte der Euro ein Zwei-Einhalb-Jahres-Hoch von knapp unter 1,40 Dollar erreicht, ehe er am 3. Oktober bis auf 1,2501 Dollar abstürzte – das war der niedrigste Stand seit Sommer 2012.

Die Deutsche Bank hält einen Absturz des Euro unter einen Dollar bis 2017 für möglich. Währungsstratege George Saravelos macht dafür in einer Studie unter anderem extrem niedrige Wachstumsraten und einen hohen Kapitalabfluss aus der Euro-Zone verantwortlich. 2017 werde ein Euro nur noch 95 US-Cent kosten, erklärte Saravelos. Das wäre so wenig wie zuletzt im Sommer 2002. Änlich tönt es von der Barclays Bank die sagt, der Euro wird demnächst auf 1,10 Dollar fallen und Goldman Sachs sieht den Euro 2017 bei einem Dollar stehen.

Ein sprichwörtliches Armutszeugnis für Deutschland ist die Tatsache, wie hoch die Kinderarmut in Deutschland ist. 1,64 Millionen Jungen und Mädchen sind in Deutschland auf Hartz IV angewiesen. Das geht aus einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor. Im Mai 2014 lag der Anteil der von Armut betroffenen Kinder in der Altersgruppe unter 15 Jahren demnach bei 15,7 Prozent. 2012 waren es noch genau 15 Prozent gewesen, zuvor soll der Trend sogar rückläufig gewesen sein.

Weil die Lage generell in der EU so schlimm ist, haben sich die EU-Chefs zu einem EU-Beschäftigungsgipfel am Mittwoch getroffen. Die EU-Spitzen waren nach Mailand gekommen, weil die hohe Arbeitslosigkeit in vielen Ländern Europas trotz zweier früherer Beschäftigungsgipfel ein riesiges Problem bleibt. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz nannte die Jugendarbeitslosigkeit eines „der dramatischsten und bedrückendsten Phänomene unserer Zeit„. Und Hollande warnte: „Wenn wir es nicht schaffen, wird man sich von Europa abwenden.

Die Arschlöcher lamentieren über ein Problem, dass sie selber geschaffen haben. Schuld sind die Euro-Turbos mit ihrem wahnsinnigen Drang nach „mehr Europa“, nach mehr Zentralismus und mehr Gleichmacherei, bei gleichzeitiger gigantischen Schuldenwirtschaft. Die Gemeinschaftswährung ist ein rein politisches Konstrukt und keines das auf reale Gegebenheiten und Werte aufbaut. Es würde mich nicht wundern, wenn Frankreich demnächst aus der Eurozone aussteigt. Dann steht Deutschland alleine da und kann die ganze EU-Karre ziehen, auch wenn es dabei verreckt.

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