SPON – Ohne Putin-Bashing gehts wohl nicht feedly


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SPON – Ohne Putin-Bashing gehts wohl nicht
// CH – Alles Schall und Rauch

Wenn man die Schlagzeile und den Inhalt der Artikel des „Schmiergel“ und des „Lokus“ miteinander vergleicht muss man meinen, es handelt sich um Berichte von zwei verschiedenen Veranstaltungen. Dabei in beiden Fällen geht es um das Formel1-Rennen in Sochi vom Wochenende, der erste „Grosse Preis von Russland“ nach Fertigstellung der Rennstrecke auf dem Olympiagelände. Der Schmiergel schreibt als Einführung „Der Große Preis von Russland – da durfte Wladimir Putin natürlich nicht fehlen. Der Präsident genoss die Show, bei der er sich wunderbar ins Rampenlicht rücken konnte. Aber die Inszenierung hat ihren Preis.“ Der Lokus bringt genau das Gegenteil: „Es sollte seine Bühne werden, doch Russlands Präsident Wladimir Putin hat auf einen öffentlichen Auftritt vor dem Großen Preis von Russland verzichtet. Stattdessen schickte er den Vize-Ministerpräsidenten nach Sotschi an die Seite von Bernie Ecclestone.“ Ja was stimmt denn nun?

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Präsident Putin überreicht den Siegespokal an Lewis Hamilton
mit Nico Rosberg daneben als Zweiter

Je nach dem ob man den Beginn oder das Ende des Rennens als Schwerpunkt sieht, kommen unterschiedliche Berichte dabei raus. Fakt ist, Präsident Putin war im Vorlauf zum Start nicht dabei und erschien erst während des Rennen im Autodrom. Am Schluss hat er den Siegerpokal nur kurz an Hamilton überreicht, das einzige Mal wo man ihn auf dem Bildschirm wirklich sah. Daraus konstruiert der Schmiergel die Behauptung: „Der Präsident genoss die Show, bei der er sich wunderbar ins Rampenlicht rücken konnte.“ Der Lokus sagt wiederum ganz was anderes: „Putin hat auf einen öffentlichen Auftritt vor dem Großen Preis von Russland verzichtet.

Im Gegensatz zu westlichen Politikern, die vor lauter Mediengeilheit bei grossen Sportveranstaltungen ständig sich den Kameras präsentieren und von den Lorbeeren profitieren (Merkel ist zwei Mal zur WM nach Brasilien geflogen und war dann in der Umkleidekabine nach dem Titelgewinn), hat Putin sich am Sonntag sehr zurückgehalten und sich überhaupt nicht in den Mittelpunkt gestellt, obwohl der erste Grand Prix in Russland.

Wer den Bericht über das Rennen im Schmiergel liest … es gibt scheinbar noch einen Rest von Unerschütterlichen die an dieses verkommene Drecksblatt glauben … dann fällt einem die übliche Einseitigkeit und Unsachlichkeit auf, wie wenn die Schmierfinken in Hamburg extra fürs Lügen und Schlechtmachen von Russland und Putin bezahlt werden. Ach hab vergessen, das werden sie ja. Es muss einfach sein … unser täglich Putin-Bashing gib uns heute.

Statt zu berichten, das Erstens, die Rennstrecke termingerecht fertig wurde, und Zweitens, das Rennen perfekt abgelaufen ist, so wie die Winter-Olympiade im Februar auch, musste der Schmiergel offensichtlich aus Neid, Missgunst und weil von oben befohlen Dreck werfen. „Geld spielt bei einem solchen Ereignis für den Staatschef offenbar keine Rolle – auch das eine Parallele zu Olympia. Die Winterspiele waren mit geschätzten 50 Milliarden Dollar die mit Abstand teuersten in der Geschichte. Das für die Formel 1 erbaute ‚Sochi Autodrom‘ hat vergleichsweise läppische 260 Millionen Dollar gekostet, war damit allerdings doppelt so teuer wie geplant.

Die Schreiberlinge vom Lokus tönen ganz anders: „Kein Auflauf an Bodyguards, keine Extra-Kamerateams. Nachdem die Premiere der Formel 1 mit Pathos und Patriotismus durch tanzende Kosaken und Kunstflieger am strahlend blauen Himmel eingeleitet worden war, verlief fast alles so wie sonst auch.“ Was bei der Nennung der Investitionssummen immer gerne verschwiegen wird, hauptsächlich deutsche und überhaupt europäische Firmen haben von Russland Aufträge bekommen, haben davon profitiert und es wurden Arbeitsplätze hier geschaffen. Der ganze öffentliche Verkehr in Sochi mit der Bahn hat Siemens geliefert.

Die Profi-Schlechtschwätzer des Schmiergel haben natürlich vergessen zu erwähnen, dass die Rennstrecke von Yas Marina in Abu Dhabi über 1,3 Milliarden Dollar gekostet hat und dazu die Rennen vor leeren Rängen in der Wüste stattfinden, im Gegensatz zum Touristenort Sochi am Schwarzen Meer mit ausverkauften Haus. So schlecht kann es den Russen nicht gehen die angeblich „unter Putin dahindarben“, wenn der Eintritt 200 Euro kostete und 65’000 Zuschauer dort waren. Dabei ist das noch „günstig“, kosten die Tickets für Stehplätze am Hockenheimring 175 Euro und 90 Euro für Kinder, auf der Tribüne ab 225 Euro bis 525 Euro.

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Ich lasse die SPON-Leser mit ihren Kommentaren zu Wort kommen:

Sollen wir mal Aufzählen bei wie vielen WM/EM/F-1 Titeln dutzende Politiker sich haben ablichten lassen? Bei jedem auch so popeligen Ereigniss ist mindestens ein Politiker aus Land- oder Bundestag vor Ort und liest die Standardreden vor. Und wieso hat es seinen Preis? Hier gibts alles umsonst? Der Nürburgring hat über 400 Millionen Rettungsgeld verschlungen … jetzt wird das von der EU als illegal abgestempelt und der Ring ist immernoch Pleite. Da war wohl das Autodrom günstiger und hat sich gelohnt? Von BER/Elbphilharmonie/S21 wollen wir nicht mal Anfangen … Lasst doch solche Artikel und schreibt in Zukunft einfach ‚Russland ist scheiße‘ … kommt auf das selbe raus und ihr müsst das nicht versuchen zu verschleiern.

Was wollt Ihr? Kaufen sich andere Staaten etwa keine Sportevents, um zu glänzen? Lassen sich westlich-demokratische Funktionäre etwa nicht kaufen, um ebendiese Vergabe der Events an zwielichtige Staaten zu rechtfertigen? Wie war das noch mal mit der Vergabe der Olympischen Spiele 2008 an eine repressive Diktatur China, die damals schon und heute noch mehr Todesurteile vollstreckt? Was ist mit der Vergabe der Fußballweltmeisterschaft 2022 an den Wüstenstaat Katar, der die Spieler bei 50 Grad Celsius aufs Feld schicken wird, dem aber von Beckenbauer eine, nun ja, lupenreine Behandlung seiner Arbeitersklaven bescheinigt wird, in einem Mittelalterstaat, wo die Todesstrafen noch viel drakonischer ausfallen als in China? – Und last but not least: Wann genau noch mal ist in Russland zum letzten Mal die Todesstrafe vollstreckt worden? — Offenbar zählen solche Fakten nicht. Weder für die Politik, noch für die Funktionäre, noch für unsere Journalisten. Hauptsache, man ist sich einig auf wen man drauftritt!“

Nachdem schon Gestern die Kollegen vom Focus, solch dubiose Meldung ‚Putin hinter schwarz gefärbten Scheiben‘ usw. im Platten Bild-Zeitung Stiel, nun auch Spiegel. Es wahr ein schönes Rennen, eine richtig tolle neue Rennstrecke, Super organisiert, und Putin hat nicht getan, wofür er sich schämen müsste. Die im Vorfeld kritisierten Sicherheitsmaßnahmen, sind einem Staatsführer, (insbesondere z.Zt. dem russischen) entsprechend. Wenn Obama in solche Situation währe, dürfte die CIA etwa 10-20 mal mehr Aufwand betreiben.

Und zum Schluss dieser:

Bei solchen Artikel hoffe ich fast für den Spiegel, dass dieser Beitrag irgendwie politisch gesteuert oder durch Bestechungsgelder motiviert war. Mit Journalismus hat das einfach gar nichts mehr zu tun… aber Hauptsache wir haben unseren wöchentlichen ‚Anti-Russland‘ Artikel. Chapeau, Spiegel! Tiefpunkt der Woche …

Das positive ist, die Leser des SPON sind in der überwiegenden Mehrheit nicht mehr bereit die tendeziöse Berichterstattung und die Lügen dieses „Leitmediums“ zu akzeptieren. Soll das „Nachrichtenmagazin“ nur so weitermachen, dann gibt es sie bald nicht mehr, dann geht es den Weg der Dinosaurier und stirbt aus.Copyright – Alles Schall und Rauch Blog

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